Gea will nach Zuwächsen 2026 mehr Gas geben
23.05.2026 · Quelle: wiwo.de · Originalbeitrag
Die Gea Group, frisch im Dax gelistet, plant nach ihrem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025 weiteres Wachstum und eine Steigerung der Profitabilität. Für 2026 strebt das Maschinen- und Anlagenbauunternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent an. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) vor Restrukturierung soll zwischen 16,6 und 17,2 Prozent liegen. 2025 verbuchte Gea ein Auftragseingangsplus von 6,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro sowie einen Umsatzanstieg um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro; das organische Umsatzwachstum belief sich auf 3,7 Prozent. Besonders hervorhebenswert ist der Großauftrag zum Bau der weltweit größten integrierten Milchpulveranlage in Algerien. Das Servicegeschäft, das als besonders profitabel gilt, wuchs und machte nun 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Regional erwirtschaftete Gea rund die Hälfte ihres Umsatzes in Europa, jeweils etwa 20 Prozent kamen aus Nordamerika und Asien. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Restrukturierung stieg auf 907 Millionen Euro (Vorjahr: 837 Millionen Euro). Die Dividende je Aktie soll um 15 Cent auf 1,30 Euro erhöht werden. Mit diesen Ergebnissen konnte sich Gea, deren Kunden aus der Nahrungsmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie stammen, von der schwachen Branchenkonjunktur abheben. Das schuldenarme Unternehmen prüft nun weitere Zukäufe, insbesondere im Pharma- und Getränkebereich. Gea beschäftigt etwa 18.000 Mitarbeiter und bietet neben Maschinen und Anlagen auch Prozesstechnik, Komponenten und umfangreiche Dienstleistungen an.