Kritische Rohstoffe: Unternehmen fürchten Produktionsstopps
06.08.2026 · Quelle: produktion.de · Originalbeitrag
Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) befürchten viele Industrieunternehmen erhebliche Produktionsstörungen, falls China seine Exportbeschränkungen für kritische Rohstoffe wie Seltene Erden, Lithium oder Gallium ausweitet. Sechs von zehn direkt oder indirekt betroffenen Firmen rechnen mit Produktionsverzögerungen oder -stopps. Fast neun von zehn erwarten höhere Beschaffungskosten, über 70 Prozent Lieferengpässe, vier von zehn Kundenverluste. Besonders betroffen sind Metall-, Elektro- und Fahrzeugindustrie. Unternehmen ergreifen bereits Maßnahmen wie Materialeffizienz, langfristige Lieferverträge und Lieferantenvielfalt. 41 Prozent würden Rohstoffe aus sicheren Quellen außerhalb Chinas auch bei deutlichen Mehrkosten beziehen, weitere 42 Prozent bei geringen Mehrkosten. Das IW kritisiert, dass der EU-Kritische-Rohstoffe-Gesetz nur langsam vorankomme; Genehmigungsverfahren dauerten zu lange und alternative Bezugsquellen seien begrenzt.