Unternehmensinsolvenzen: Warum die Zahl so steigt
12.08.2026 · Quelle: produktion.de · Originalbeitrag
Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigen deutlich: Im ersten Halbjahr 2026 registrierte Dun & Bradstreet 9.557 Fälle, 15,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen sind etablierte Unternehmen mit über zehn Jahren Marktpräsenz; ihr Anteil liegt bei 33,8 %. Als Ursachen nennt der Analysekonzern schwaches Wachstum, hohe Energie- und Lohnkosten, gedämpfte Nachfrage sowie Nachwirkungen hoher Zinsen und geopolitische Unsicherheiten. Regional nahmen die Insolvenzen in 15 von 16 Bundesländern zu, nur Thüringen verzeichnete einen Rückgang. Die höchsten Fallzahlen meldeten das Handwerk, der Großhandel und das Gastgewerbe. Setzt sich das Tempo fort, könnten 2026 insgesamt 19.000 bis 20.000 Insolvenzen erreicht werden.