Beschäftigung in der Industrie fällt auf Zehnjahrestief
19.06.2026 · Quelle: produktion.de · Originalbeitrag
Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie ist laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung auf 6,6 Millionen gefallen und erreicht damit den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Ursache ist vor allem der starke Rückgang bei Neueinstellungen, während Entlassungen nur in geringem Maße zugenommen haben. Der Anteil der Industriebeschäftigten am Arbeitsmarkt sank von 22 % im Jahr 2014 auf 19 %. Gleichzeitig verliert die Industrie an Attraktivität: Der Lohnvorteil gegenüber anderen Branchen ist bei Einstiegsgehältern von 20,4 % (2014) auf 10,4 % (2024) geschrumpft. Die Entwicklung gilt als Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland und steht im Kontext von Standortdebatten, Produktionsverlagerungen und angekündigten Reformmaßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.