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ETS-Reform der EU: Stahlhersteller warnen

19.06.2026  ·  Quelle: produktion.de  ·  Originalbeitrag

ArcelorMittal Europe, Thyssenkrupp Steel und Voestalpine fordern eine Anpassung des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS), um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlindustrie zu sichern. Sie warnen, dass ohne Reformen steigende ETS-Kosten, hohe Strompreise und ungleiche Wettbewerbsbedingungen zu einem Rückgang der stahlintensiven Produktion um 30–40 % führen und bis zu 5 Millionen Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette gefährden könnten. Die Unternehmen verlangen eine vorübergehende Kostenpause im ETS, bis die nötigen Voraussetzungen für Dekarbonisierung geschaffen sind, sowie gezielte Unterstützung für Vorreiterprojekte. Zudem plädieren sie für eine ausgewogenere Regelung bei Importen und Exporten sowie für die vollständige Reinvestition der ETS-Einnahmen in die industrielle Transformation.