China, KI, Standortdruck: Was den Maschinenbau jetzt beschäftigt
23.09.2026 · Quelle: produktion.de · Originalbeitrag
VDMA-Präsident Bertram Kawlath erläutert im Podcast Industry Insights anlässlich des Maschinenbau-Gipfels 2026 die Lage der Branche. Der deutsche Maschinenbau steht unter Druck: Investitionen werden verschoben, geopolitische Konflikte erschweren Exporte, chinesische Wettbewerber drängen schnell auf Märkte. Kawlath fordert schnellere Verwaltungsentscheidungen, weniger Regulierung und wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen, die europäisch zu denken sind. China sei zugleich Absatzmarkt und Konkurrent; mit „China Speed“ hätten Hersteller gelernt, Kundenbedürfnisse mit „good enough“-Lösungen präzise zu treffen. Exporteure müssten Abhängigkeiten reduzieren, ohne Märkte aufzugeben, etwa durch „local for local“, alternative Absatzmärkte und Resilienz. Bei KI sei die Branche besser als ihr Ruf: Über 40 Prozent der VDMA-Unternehmen nutzen oder entwickeln KI. Potenzial sieht er bei Tempo, Skalierung und Modellnutzung. Politik und Unternehmen müssten den Standort zukunftsfest machen.