Deutscher Stahl: Es wird mehr Stahl hergestellt – aber wohl keine Trendwende

21.07.2026  ·  Quelle: wiwo.de  ·  Originalbeitrag

Die deutsche Stahlindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Produktionsanstieg von 9 % auf 18,6 Millionen Tonnen Rohstahl, bleibt aber weit unter dem Niveau von 2024 (19,4 Mio. Tonnen). Die Wirtschaftsvereinigung Stahl sieht keine nachhaltige Trendwende, da die Jahresprognose von 37 Mio. Tonnen unter der wirtschaftlich notwendigen Marke von 40 Mio. Tonnen liegt. Schwache Nachfrage aus Bau, Maschinenbau und Autoindustrie sowie Billigimporte aus Asien belasten die Branche. Neue EU-Zollregeln seit Juli sollen helfen, indem sie Zusatzzölle auf Stahlimporte unter bestimmten Bedingungen vorsehen. Der Verband fordert zudem staatliche Nachfrageimpulse und ein „Made-in-EU“-Kriterium bei öffentlichen Vergaben. Thyssenkrupp baut Stellen ab, während Salzgitter seine Jahresprognose angehoben hat.

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