Schwacher Heimatmarkt: Maschinenbau sammelt weiter Aufträge im Ausland ein

03.09.2026  ·  Quelle: wiwo.de  ·  Originalbeitrag

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im Juli ein preisbereinigtes Auftragsplus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Auslandsbestellungen um 4 Prozent stiegen, sanken die Inlandsorders um 3 Prozent. VDMA-Volkswirt Johannes Gernandt nannte die Absatzkrise im Inland hausgemacht: Es werde zu wenig investiert, und die Bundesregierung habe angekündigte Reformen nicht konsequent umgesetzt. In den Monaten Mai bis Juli stiegen die Gesamtbestellungen um 8 Prozent; starke Aufträge aus Nicht-Euro-Ländern glichen Rückgänge in Europa und Deutschland aus. Im Jahressiebenmonatszeitraum ergab sich ein globales Plus von 5 Prozent. Der Branchenverband warnte jedoch vor Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik, die schwache Nachfrage in China und zunehmende Konkurrenz. Die Industrie fordert weitere Freihandelsabkommen und einen leistungsfähigeren europäischen Binnenmarkt.